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Zero Waste Sweater „Jeans“

Mit wenigen Handgriffen kannst Du Einzelstücke zaubern und tust dabei etwas für die Umwelt! Nutze die Chance und gib alter Kleidung ein neues Leben!

Du willst Deiner alten Jeans ein zweites Leben schenken? Dann schnappe Dir einen Sweater und Deine Jeans und ran an die Nähmaschine.

Mit dieser Anleitung zeigen wir Dir einen einfachen Weg, wie Du ungenutzte Textilien und Stoffreste optimal einsetzten kannst! Wir haben sie alle, die Reste-Ecke, mit all dem schönen Verschnitt und den Resten, die man einfach nicht wegschmeißen konnte. Richtig so! Denn diese ungenutzten Ressourcen sind eine wahre Goldgrube für Deine Kreativität!

Schneide Deine alte Jeans auseinander und nutze den Stoff, um anderen Kleidungsstücken eine zweite Chance zu geben.

Die Technik, die Du in dieser Anleitung erlernen kannst, ist nicht nur sehr einfach, sondern auch schnell umzusetzen. Besonders gut geeignet für alle mit einem kürzeren Geduldsfaden.

Natürlich kannst Du die Technik auch anders anwenden, z. B. horizontal statt vertikal. Du kannst sie auch mit anderen Materialien nutzen und so noch größere Farbakzente setzen. Je nachdem wie stark Du die Kanten auftrennen möchtest, entstehen verschiedene Looks. Möchtest Du einen „edgy“ Look, kannst Du es so halten, wie wir in unserer Anleitung. Je mehr Du die Streifen auftrennst, desto weicher wird der Look. Probiere es vorher aus und entscheide Dich für eine Variante.

Unser Beispiel-Sweater ist der Basic-Sweater, dessen Anleitung Du gesondert findest.

Ist es Dir wichtig den ganzen Sweater selbst zu nähen, weil es z.B. ein Geschenk ist, dann nutze den Verschnitt deines Sweaters und integriere ihn in die Verzierung.

Egal wie Du es machst – das Resultat wird überzeugen!

Benötigte Materialien:

Schneideunterlage cm/inch-Einteilung, 45x60cm, pink
Schneideunterlage cm/inch-Einteilung, 45x60cm, pink
32,50 €
Grundpreis 32,50 €/Stück
3 weitere Varianten verfügbar
Nahttrenner klein, prym.ergonomics
Nahttrenner klein, prym.ergonomics
4,75 €
Grundpreis 4,75 €/Stück
4 weitere Varianten verfügbar

So geht's:

Schritt 1 – Stoff begutachten

Schau Dir zu Beginn deinen Jeanstoff gut an. Je nach Webart und Farbe des Stoffes werden die Fransen verschiedene Farben haben. Dies ist von der Richtung abhängig, in der Du Deine Streifen schneidest.

Ribble an den Schnittkanten ein paar Fäden auf und entscheide Dich für eine Farbe und damit für eine Schneiderichtung.

Schritt 2 – Linien einzeichnen

Zeichne der gewünschten Stelle mit dem Aqua-Trickmarker Linien im Abstand von 2 cm ein. Diese werden später die Nahtlinien. Du kannst auch 2 cm oder einen anderen Abstand nehmen. Dementsprechend musst Du allerdings später die Breite der Streifen anpassen. An unserem Beispiel-Sweater sind 11 Linien parallel zum Armloch eingezeichnet. Diese führen von vorne über die Schulter nach hinten.

Schritt 3 – Streifen anzeichnen

Zeichne Streifen auf dem Jeansstoff. In unserem Beispiel sind die Streifen 3 cm breit. Es ist Dir überlassen, ob Du alle Streifen in der gleichen Breite haben möchtest oder mit unterschiedlichen Abständen. Je nachdem für welchen Abstand Du Dich im Schritt vorher entschieden hast, wähle hier eine mindestens 2 cm oder knapp 2,5 cm weitere Breite für die Streifen. Bedenke, dass ein sehr breiter Streifen einen sehr schmalen verdecken kann und platziere die Streifen später so, dass auch jede Schicht sichtbar ist.

Schritt 4 – Streifen zuschneiden

Schneide mit Hilfe des Lineals und des Rollschneiders die Streifen zu. Achte auf die richtige Richtung oder variiere, wenn Du das als gestalterisches Element nutzen möchtest.
Auch kannst Du mehrere Stoffe kombinieren und so eine buntere Variante erstellen.

Schritt 5 – Streifen zur Probe positionieren

Sind alle Streifen zugeschnitten, lege sie auf Dein Kleidungsstück, um einerseits die Längen zu kontrollieren und nochmal gestalterische Entscheidungen zu treffen. Möchtest Du vielleicht doch einfarbig arbeiten oder einen anderen Stoff ergänzen. Jetzt kannst Du noch Änderungen bestimmen. In unserem Beispiel haben wir den Stoffstreifen abwechselnd mit der rechten Warenseite oben und unten aufgenäht. So entsteht ein Farbspiel, ohne dass wir verschiedene Stoffe anwenden müssen. Du kannst die Streifen auch mit Textilfarbe veredeln oder zusätzlich mit kontrastfarbigem Garn arbeiten.

Schritt 6 – Ersten Streifen feststecken

Beginne nun mit der Applikation. Stecke den ersten Streifen mit der linken (unteren) Seite nach oben auf die vorgezeichnete Linie. Der Streifen muss von der Schulter weg zeigen, da er später umgebügelt und abgesteppt wird.

Schritt 7 – Ersten Streifen annähen

Steppe den Streifen ca. 2 - 3 mm von der Kante aus, die näher an der Schulter liegt. Bügle den Streifen in Richtung Schulter um, damit man die Naht nicht mehr sieht. Beachte hierbei, dass Du die eingezeichneten Striche nur zur Orientierung hast. Du kannst z. B. in der Länge der Streifen variieren.

Schritt 8 – Ersten Streifen annähen

Steppe anschließend den umgeschlagenen Streifen mit einem Abstand von ca. 4 - 5 mm fest. Dadurch lässt Du gleichzeitig die Naht unten verschwinden. Verfahre für jeden Streifen so lange, bis Du alle 11 Streifen platziert hast.

Tipp: Das Bügeln ist sehr wichtig. Es erleichtert das Steppen und sieht ordentlich aus.

Schritt 9 – Form zurechtschneiden

Hast Du alle Streifen angebracht, kannst Du sie mit deiner Schere noch in eine besondere Form trimmen oder Unebenheiten ausgleichen. Jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, um die Kanten der Streifen noch weiter aufzuribbeln. Probiere aus und entscheide für dich, ob Du es eher Edgy (nicht so stark aufgetrennt) oder Soft (sehr stark aufgetrennt) haben willst.

Schritt 10 – Linien entfernen

Zuletzt kannst Du mit dem Wasserstift sichtbare Restlinien entfernen.


Melis - Serve it hot

Mein Weg in der Mode begann 2012 mit einem Mode Design Studium in meiner Heimatstadt Berlin, welches ich mit einem Master an der Universität der Künste abgeschlossen habe.

Meine Brötchen verdiene ich als freiberufliche Modedesignerin. In diesem Beruf helfe ich Menschen ohne textilen Hintergrund Kollektionen zu entwickeln und zu produzieren. Ich entwickle Designs und helfe dabei, diese weiterzuentwickeln. Ob Webware, Maschenware, ACC, Häkeln, Stricken oder Textildruck, ich beschäftige mich mit allem und bleibe stets neugierig. Das Arbeiten mit der Hand gibt mir eine Art inneren Frieden und dient mir als Ausgleich nach einem stressigen Tag am Laptop. Umso schöner, dass ich auf dieser Plattform die Möglichkeit habe, diese Leidenschaft mit Dir zu teilen.

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