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Oversize Sweater einfach selbst gemacht

Die einfache Anleitung zum DIY-Unisex Sweatshirt - ganz egal ob für Dich oder zum Verschenken

Suchst Du nach einer Möglichkeit Deine Overlock Nähmaschine für mehr als nur zum Versäubern zu benutzen? Hier findest Du eine einfache Anleitung für Dein persönliches Jersey Nähprojekt. Der lässige Oversized Sweater ist ein unisex Modell und eignet sich somit für wirklich jeden. Lebe Deine kreative Ader mit verschiedenen Materialien und Farben aus und kreiere so einzigartige Einzelstücke zum selbst anziehen und Verschenken.

Den Sweater kann man in 2 Varianten fertigen – mit oder ohne zusätzliche Coverlock Nähmaschine.

Egal ob Du schon ein alter Hase im Umgang mit Overlock und Coverlock Stichen bist oder grade erst einsteigst – diese Anleitung führt Dich langsam an die Kunst der Jersey Verarbeitung heran. Du wirst sehen – es macht süchtig!

Benötigte Materialien:

Maßband Color, 150cm/cm
Maßband Color, 150cm/cm
3,95 €
Grundpreis 3,95 €/Stück
2 weitere Varianten verfügbar
Miniking 1000m Fb. 968
Miniking 1000m Fb. 968
7,30 €
Grundpreis 0,73 €/100m
20 weitere Varianten verfügbar
Schneideunterlage cm/inch-Einteilung, 45x60cm, pink
Schneideunterlage cm/inch-Einteilung, 45x60cm, pink
32,50 €
Grundpreis 32,50 €/Stück
3 weitere Varianten verfügbar

Good to know:

Bevor Du beginnst, achte auf die reduzierte Nahtzugabe von 0,8 cm. Mache, bevor Du mit Deiner Overlock Maschine loslegst, unbedingt ein paar Nähproben, damit die Nähte auch wirklich elastisch werden. Die Nähte dürfen unter Zug nicht krachen.

Hier ein paar Begriffe die Du kennen solltest damit alles gut klappt:

1. Stoff Rechts auf rechts legen

Lege die beiden Stoffe, die Du vernähen willst so aufeinander das die Seite der Stoffe, die später außen sein sollen, direkt aufeinanderliegen (Die schöne Seite liegt innen). Nach außen guckt hierbei die „unschöne“ Seite des Stoffes. Diese nennt sich linke Seite.

2. Stoff im Fadenlauf zuschneiden

Der Fadenlauf beschreibt auch die Web- oder Strickrichtung eines Stoffes. Bei Jersey erkennst Du die Richtung, indem Du dir die Struktur des Stoffes ganz genau anschaust. Da Jersey eine Maschenware ist, kannst Du viele kleine V `s erkennen diese zeigen dir praktischer weise auch gleich den Fadenlauf an. Nämlich die Richtung, in welche die kleinen V ´s zeigen.

3. Im Bruch zuschneiden

Etwas im Stoffbruch zuschneiden bedeutet, das man mit der Hälfte eines Schnittteils arbeitet, welches gespiegelt werden muss. Damit beide Seiten wirklich identisch zugeschnitten werden, nimmt man dazu den Stoff im Fadenlauf und faltet diesen auch entlang dessen. Die Stelle, wo der Stoff gefaltet wurde, nennt sich Stoffbruch. Hier kann man nun die Spiegelachse des Schnittteils anlegen und munter zuschneiden. Das Resultat ist ein grade gesiegeltes Schnittteil mit 2 identischen Seiten. Hier eignet sich vor allem z. B. der Prym.ergonomics Rollschneider (610474), da so die Gefahr des Verrutschens minimiert wird.

4. Markierungen/Knipse

Auf einem Schnittmuster findet man meistens kleine Striche, die von der Außenkontur nach innen ragen. Was bedeuten diese Striche? Es handelt sich um sogenannte Knipse. Diese müssen beim Zuschnitt auch auf die einzelnen Zuschnitte übertragen werden. Es sind Markierungen, die einem beim Nähen helfen sollen. Näht man 2 Strecken aneinander und findet dabei 2 Knipse sollte man also darauf achten, dass diese beiden Markierungen aufeinandertreffen. So kann man sichergehen, dass besonders längere Strecken gleichmäßig genäht werden und kein Kräuseln entsteht. Ist nur auf einer Seite ein Knips zu finden, soll dieser mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Naht treffen (z. B. Knips auf dem Ärmel – Schulternaht auf der anderen Seite)

Wichtig: markiere die Knipse, indem Du mit Deiner Prym Professional Schneiderschere die Stoffkante etwas einschneidest. Achte aber darauf, nur ca. die Hälfte der Nahtzugabe einzuschneiden, damit keine Löcher entstehen.

Vorbereitung:

1. Schnittmuster ausdrucken

Drucke die Schnittmusterbögen ohne zusätzlichen Rand oder Skalierung aus. Auf dem Schnitt findest Du ein Viereck von 4cmx4cm. Dieses kannst Du mit Deinem Prym Maßband (282121) nachmessen. Ist es genau 4 cm x 4 cm hast Du beim Drucken alles richtig gemacht. Als erster Schritt wird aus den einzelnen A4 Bogen ein großer Bogen geklebt. Bist Du damit fertig kannst Du die Schnittteile in Deiner Größe ausschneiden.

2. Stoff platzieren

Die Schnitteile können nun im Fadenlauf auf dem Stoff final platziert werden. Um Verrutschen zu verhindern, am besten mit den Prym Stecknadeln 0,6 x 30 mm (029139) fixieren. Da wir später auch Bügeln müssen, am besten Nadeln mit Glaskopf verwenden - die halten die Hitze problemlos aus. Der ergonomische Rollschneider von Prym (610474) eignet sich sehr gut für elastische Stoffe da diese sonst gern mal verrutschen. Auch wenn ihr gleich mehrere Stoffschichten schneiden wollt, ist er effizient und zeitsparend.

Pro-Tipp:

Da der Ärmel keine starke Kurve aufweist, markiere ich mir die „vordere“ Seite des Ärmels immer mit einer Nadel direkt am zugeschnittenen Schnittteil. So weiß ich welche Seite zum Vorderteil gehört.

WICHTIG: Nicht die Markierungen vergessen - Diese können zusätzlich mit Kreide hervorgehoben werden - z. B. mit dem Prym Kreiderad Stift Ergonomics (610955)

3. Check-up

Nachdem nun alle Teile zugeschnitten sind, folgt vor dem Nähen ein kurzer Check-up: Deine Nähmaschine ist eingefädelt und mit Stoffresten vom Zuschnitt hast Du die Fadenspannung eingestellt.

Falls Deine Maschine keinen Fadenabschneider hat, lege Dir eine kleine Schere bereit. Das Bügeleisen ist vorgeheizt und dazu noch ein Nadelkissen für die Nadeln, die Du beim Nähen braucht. Ob Ihr das Armnadelkissen mit Silkonband oder das Magnetnadelkissen bevorzugt, oder wie ich beides, ist Geschmackssache. Probiere es einfach aus und jetzt kann es losgehen!

Fertigung:

4. Vorderteil und Rückenteil zusammen stecken

Im ersten Schritt legen wir das Vorder- und Rückteil rechts auf rechts aufeinander und stecken es mit Glaskopfnadeln 0,60 x 30 mm (029139) fest. Nun schließen wir mit einem Overlock-Stich (0,7 - 0,8 mm NZ) die Schulternaht. In unserem Beispiel ist die glatte Seite des Stoffes am Ende außen. Ihr könnt aber auch bewusst die strukturierte Seite nach außen legen. Hier herrscht künstlerische Freiheit.

4a. Variante für Fortgeschrittene

Wer eine Coverlock Nähmaschine hat, kann nun noch die Nahtzugabe fixieren. Dazu die Nahtzugabe zum Rückenteil hinbügeln und mit der Coverlock darüber nähen. Dadurch wird die Schulterlinie etwas fester.

Kleiner Tipp: Für ein schöneres Ergebnis nähe auf einem kleinen Reststück an und wechsle dann auf die normale Naht. Verfahre genauso am Ende Deiner Naht. So geht die Naht weniger schnell auf und der Übergang ist sauberer.

5. Ärmel annähen

Im nächsten Schritt werden die Ärmel an den Rumpf genäht. Die Schnitteile für die Ärmel wieder rechts auf rechts auf dem Armloch feststecken. Beginn und Ende des Armlochs sind mit einem Knips markiert. Auch auf dem Ärmel ist eine Markierung damit Du weißt, wo die Schulternaht sitzen soll.

Wenn alles sitzt und gut mit den Glaskopfnadeln 0,60 x 30 mm (029139) festgesteckt ist, kann auch schon genäht werden. Hier verzichten wir auf die Covernaht, da die Ärmelnaht sonst sehr hart wird. Die Nahtzugabe kannst Du trotzdem schon einmal in Richtung Ärmel bügeln. Das erleichtert später das Schließen der Seitennähte.

6. Bündchen annähen

Die Schnittteile für die Bündchen der Länge nach in der Mitte falten. Die rechte Seite des Bündchens ist hierbei außen. In der Mitte des Ärmels sowie des Bündchens findest Du eine Markierung. Diese sollen aufeinandertreffen, sodass die Längen richtig eingehalten werden können. Denn die Bündchen sind etwas kürzer als die Strecke, an die sie angebracht werden und müssen daher leicht unter Zug angenäht werden. Dann das Bündchen rechts auf rechts auf dem Ärmel/Rumpf mit Glaskopfnadeln 0,60 x 30 mm (029139) feststecken und mit einer Overlock Naht festnähen.

6a. Variante für Fortgeschrittene

Anschließend wieder die Nahtzugabe von dem Bündchen weg bügeln und mit der Covernaht darüber nähen. Genauso beim Saum (großen) Bündchen verfahren. Hier ist die Gesamtstrecke länger, aber das Prozedere identisch.

7. Halsbündchen nähen

Nun das Schnittteil für das Halsbündchen an der kurzen Seite rechts auf rechts mit einer Overlock Naht schließen. Anschließend wenden und der Länge nach in der Mitte falten und mit Glaskopfnadeln 0,60 x 30 mm (029139) feststecken. Die Nahtzugabe liegt jetzt innen, sodass ihr sie nicht mehr seht.

8. Bündchen feststecken

Anschließend das Bündchen rechts auf rechts an das Halsloch anlegen und mit Glaskopfnadeln 0,60 x 30 mm (029139) feststecken. Alles noch einmal Bügeln und dann das gesamte Modell wenden, sodass die Nähte und die strukturierte Seite des Materials außen sind und das Halsbündchen ganz innen liegt. Dann in einer Runde mit der Overlocknaht festnähen. Ich empfehle, die Naht des Bündchens an die Seitennaht oder in die hintere Mitte zu legen.

9. Seitennähte schließen

Die beiden Seitennähte können nun je in einem Rutsch geschlossen werden. Dafür die Seitennähte rechts auf rechts mit Glaskopfnadeln 0,60 x 30 mm (029139) aufeinander stecken. Hierbei penibel darauf achten, dass die Nähte am Ärmel und die Bündchennähte aufeinandertreffen. Diese Stellen besonders gut mit den Nadeln fixieren. Anschließend am Armbündchen beginnen und den Arm entlang an der Seitennaht bis zum Saum Bündchen, alles in einem Schritt schließen.

10. Bündchen absteppen

Nun schauen nur noch an den Bündchen die Nahtzugaben etwas heraus. Da das nicht so schön aussieht: Die Nahtzugabe nach hinten bügeln (also in Richtung Rückenteil) und auf der rechten Seite, entweder mit einem normalen Doppelsteppstich oder mit einem Kettenstich, absteppen.

WICHTIG: Achte dabei darauf, dass Du die Nahtzugabe bei ca 5 mm neben der Naht festnähst, damit diese komplett von der Naht erfasst wird.

10a. Variante für Fortgeschrittene

Lege die kleine Overlock Fadenschlange, die sich beim Nähen bildet, zwischen Nahtzugabe und Oberstoff des Bündchens bevor Du diese mit der Steppnaht sicherst. So ist diese später sicher eingefasst und die Naht kann nicht aufgehen.


Melis - Serve it hot

Mein Weg in der Mode begann 2012 mit einem Mode Design Studium in meiner Heimatstadt Berlin, welches ich mit einem Master an der Universität der Künste abgeschlossen habe.

Meine Brötchen verdiene ich als freiberufliche Modedesignerin. In diesem Beruf helfe ich Menschen ohne textilen Hintergrund Kollektionen zu entwickeln und zu produzieren. Ich entwickle Designs und helfe dabei, diese weiterzuentwickeln. Ob Webware, Maschenware, ACC, Häkeln, Stricken oder Textildruck, ich beschäftige mich mit allem und bleibe stets neugierig. Das Arbeiten mit der Hand gibt mir eine Art inneren Frieden und dient mir als Ausgleich nach einem stressigen Tag am Laptop. Umso schöner, dass ich auf dieser Plattform die Möglichkeit habe, diese Leidenschaft mit Dir zu teilen.

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